MartinReiter
Sportfotografie

 

Erklärungen zur den Begriffen Sensorgröße, Lichtstärke, Brennweite, Zoom, Tiefenschärfe und Brennweitenverlängerung.

 


Erklärung zur Digitalkamera-Sensorgröße

Je größer der Kamerasensor (bei gleich bleibender Auflösung) desto mehr Licht fällt auf jeden Pixel (Pixelgröße). Die Folge eines größeren Sensors ist (Voraussetzung: gleich bleibende Auflösung), dass die Kamera weniger Licht bei gleich bleibender Bildqualität benötigt.

Sensortypen nach aufsteigender Größe sortiert:

 
Sensor
Abmessungen ca.
wird mit folgenden Auflösung hersgestellt
wird verwendet in
Kompakt-kameras
1/3,2" Sensor
4,5 x 3,4 mm
ca. 3 Megapixel
Casio Exilim Card EX-S100
1/2,7" Sensor
5,3 x 3,9 mm
ca. 3-7 Megapixel
Nikon Coolpix 3200
1/2,5" Sensor
5,7 x 4,2 mm
ca. 3-8 Megapixel
Panasonic Lumix DMC-FZ20, Nikon Coolpix 4600
1/1,8" Sensor
7,2 x 5,3 mm
ca. 5-12 Megapixel
Nikon Coolpix 7600, Sony DSC-P200
2/3" Sensor
8,8 x 6,6 mm
ca. 6-12 Megapixel
OlympusC-8080 Wide Zoom, Konica Minolta Dimage A200, Nikon Coolpix 8400
SLR
APS-C
22,5 x 15 mm
ca. 8-12 Megapixel
Canon EOS 20D, Canon EOS 350D, Nikon D70, Konica Minolta Dynax 7D
Kleinbildfilm-Format
35,8 x 23,1 mm
ca. 12-22 Megapixel
Canon EOS 1Ds Mark II (Preis 7000,- Euro)


Aufgrund der Sensorgröße weisen folgende Sensoren gleich viel Fläche pro Pixel auf (d.h. gleiche Lichtmenge pro Pixel):

1/2,7" Sensor mit 3 Megapixel
1/1,8" Sensor mit 5 Megapixel
2/3" Sensor mit 8 Megapixel



Erklärung zur Lichtstärke von Digitalkameras

Die optische Lichtstärke wird durch die Blendenzahl angegeben(Beispiel: 28-200mm f/2,8). Bei dem angegebenen Beispiel beträgt die minimal mögliche Blendenzahl 2,8 (über den gesamten Brennweitenbereich). Je kleiner die Blendenzahl (=größere Bledenöffnung), desto mehr Licht fällt auf den Sensor. Eine Erhöhung um eine Blendenstufe verursacht eine Verdoppelung der Belichtungszeit aufgrund der kleineren Blendenöffnung. Die Blendestufen sind wie folgt definiert:

2,0
2,8
4,0
5,6
8,0
11,0
16,0


Lautet die Blendenangabe einer Kamera "28-200mm f/2,8-3,5" bedeutet das, dass die kleinste einstellbare Blendezahl bei 28mm 2,8 ist und bei 200mm 3,5 ist.Die elektronische Lichtstärke wird durch die ISO-Zahl angegeben. Eine Verdoppelung der ISO-Zahl verursacht eine Halbierung der Belichtungszeit. Je höher die ISO-Zahl ist, desto höheren wird jedoch das Bildrauschen. Bei großen Sensoren (APS-C) wird das Bildrauschen erst ab einer ISO-Zahl von 1600 merkbar, bei kleinen Sensoren bereits bei ISO 400.

 


Erklärung zur Brennweite und ZOOM

Die Brennweite wird in mm angegeben und ist ein Maß für den Blickwinkel. Je größer die Brennweite desto kleiner wird der Blickwinkel. Bei Objektiven mit einer Brennweite unterhalb von 35mm spricht man von Weitwinkelobjektiven, bei Objektiven um ca. 50mm von Normalobjektiven und bei Objektiven mit einer Brennweite über 100mm von Teleobjektiven.

 


Brennweite 16 mm

 


Brennweite 29mm

 


Brennweite 85mm

 


Brennweite 115mm

 


Brennweite 320mm

 


Brennweite 450mm

 

Der Zoom gibt den Faktor zwischen kleinster und größter Brennweite eines Objektives an. Bei allen unten angeführten Objekiven spricht man von einem 3fach Zoom :

28 - 85 mm
38 - 115 mm
70 - 200 mm
100 - 300 mm



Erklärung zum Begriff Tiefenschärfe

Sind bei einem Foto Vordergrund und Hintergrund scharf spricht man von großer Tiefenschärfe. Ist nur das Hauptmotiv scharf und Motive vor und hinter dem Hauptmotiv sehr unscharf, spricht man von großer Tiefenunschärfe. Die Tiefenunschärfe wird größer wenn man die Brennweite vergrößert und die Blende verkleinert. Darüber hinaus wird der Schärfenbereich kleiner je näher das Motiv zur Kamera rückt.Möchte man große Tiefenunschärfe erzielen muss man eine große Brennweite und eine kleine Blendenzahl wählen. Zusätzlich muss man möglichst nahe an das Motiv herangehen. So beträgt zum Beispiel der Schärfenbereich eines 200 mm Objektives bei einer Blende von 2,8 und einer Entfernung von 1,5 Meter nur wenige Millimeter. Unter 50 mm ist nur kaum mehr eine Tiefenunschärfe zu erzielenIm Gegensatz dazu verwendet man bei Landschaftsaufnahmen eine kurze Brennweite und eine große Blendenzahl um eine große Tiefenschärfe zu erzielen.Da man die Brennweite immer in Bezug auf das Kleinbildfilmformat angibt, beträgt die tatsächliche Brennweite von Kompaktkameraobjektiven nur wenige Millimeter (6-20mm) aufgrund des keinen Sensors (siehe Brennweitenverlängerung). Es ist daher mit Kompaktkameras nur bedingt möglich eine Tiefenunschärfe zu erzielen. Dieser Effekt hat jedoch den Vorteil das es fast unmöglich ist unscharfe Bilder zu machen (mit einer Kompaktkamera) bei Blendezahlen über 5,6.

 


Erklärung zum Begriff Brennweitenverlängerung

Das folgende Bild soll veranschaulichen, dass bei einer bestimmten Entfernung bei einer Verkleinerung des Sensors ein größerer Blickwinkel (kleinere Brennweite) notwendig ist, um das Motiv formatfüllend abbilden zu können.




Ist ein Motiv bei 160mm Brennweite bei einem KB(Kleinbildformat)-Sensor formatfüllend, benötigt man bei einem APS-C Sensor (kleiner als KB-Sensor) 100mm. Mann spricht dabei von einem Verlängerungsfaktor von 1,6.
Verwendet man ein 100mm Objektiv an einer Kamera mit APS-C Sensor beträgt die Brennweite der Kombination Kamera/Objektiv 160mm, da die Brennweite immer in Bezug auf das KB-Format angibt.Die Digitalkamera Canon Ixus 30 hat eine Brennweite von 35-105mm. Das Objektiv der Kamera hat jedoch eine Brennweite von 5,8-17,4mm aufgrund des Verlängerungsfaktors von ca. 6.Verlängerungsfaktoren verschiedener Sensoren

Sensor
Verlängerungsfaktor
APS-C
1,6
2/3"
4
1/2,5"
6

 

Je größer der Verlängerungsfaktor wird, desto kleiner und billiger können die Objektive hergestellt werden. Das Auflösungsvermögen des Objektives sinkt jedoch mit abnehmender Größe des Objektives.Fazit: Möchte man eine möglichst gute Bildqualität (auch bei schlechten Lichtverhältnissen), muss man einen großen Sensor verwenden. Der große Sensor benötigt jedoch ein großes Objektiv. Die Kombination aus beiden ergibt LEIDER eine teure Lösung!

 

 

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